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Saved by 2 people (0 private), first by anonymouse user on 2007-10-16


Public Sticky notes

Bewußtseine stimmen ihr Verhalten aufeinander ein, indem sie sich wechselseitig so beobachten, daß sie die Selbstreferenz des beobachteten Bewußtseins unterscheiden von dessen Fremdreferenz, diese Differenz einspiegeln in das eigene Bewußtsein und unterstellen, daß dies beim anderen Bewußtsein sich genauso abspiele. Dabei werden Bewußtseinsereignisse produziert, die ihren Entstehungskontext nicht verlassen, sondern unaufhebbar Binnenereignisse im Prozeß der autopoietischen Reproduktion von Bewußtsein bleiben. An der Außenseite psychischer Systeme finden Ent-Äußerungen statt, Verhaltensproduktionen, die von paralinguistischen Signalen bis zur sprachlichen Mitteilung reichen. Der Umstand nun, daß die laufende Emission von Verhalten mehrfach digitalisiert wird, d.h. von verschiedenen Beobachtern zerlegt wird in Ereignisketten mit differenter Selektivität, dieser Umstand wird mit dem Ausdruck 'Emergenz' bezeichnet. Jemand sagt etwas, hört, was er sagt, und jemand anderer hört, was gesagt wird, und sagt selbst etwas. Damit setzt die psychisch/soziale Bifurkation ein: Die Bewußtseine 'weben', was sie hören (sehen etc.), in ihren je eigenen Sinnhorizont ein, und die Äußerung schreibt das, was eben geschah, in einen Selektionshorizont ein

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